Lesetipps Oktober 2019

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Klima der Unsicherheit

Beim Lesen des folgenden Kommentars in der New York Times wird klar, dass die Begrenzung des Klimawandels und die Schaffung nachhaltiger Security zum Teil vor vergleichbaren Herausforderungen stehen – wenn auch die Auswirkungen auf unser Leben sehr unterschiedlich sind. Insbesondere die Bepreisung zukünftiger, bisher nicht eingetretener Risiken ist ein schweres Problem. Zu wünschen wäre, dass die zwei Felder voneinander lernen können.

https://www.nytimes.com/2019/10/23/opinion/climate-change-costs.html


Sinnkrise der Security

Heute hörens- und sehenswerter denn je ist Thomas Dulliens (Hackerhandle @halvarflake) Keynote „Why We are Not Building a Defendable Internet“ von der Black Hat Asia 2017. Er stellt darin genau die Fragen, die wir alle beantworten müssen, um zu begründen, warum und auf welche Weise wir heute weiter Security betreiben wollen, um unseren Beitrag zur Verbesserung der Welt zu leisten.

https://www.youtube.com/watch?v=PLJJY5UFtqY

Deep Mouse gegen Deep Fake: Mäuse erkennen Fälschungen

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Bereits seit Juni geistert die Geschichte des Chefs eines nicht näher genannten britischen Energieanbieters durch die Medien: Dieser soll nach einem angeblichen Anruf des CEOs des deutschen Mutterkonzerns 220.000 Euro auf ein fremdes Konto überwiesen haben. Das ganze klingt als typischer CEO-Fraud zwar plausibel, die angeblich hier erstmals „professionell-kriminell“ eingesetzte künstlich erzeugte Deep Fake-Stimme des Oberchefs ist heute allerdings doch noch nicht im Arsenal der Angreifer angekommen. Trotzdem nimmt die Bedrohung durch Deep Fakes langsam zu. Eine verrückte Idee hierzu hat der Forscher George Williams im August auf der IT-Sicherheitskonferenz Black Hat in Las Vegas vorgestellt. Zusammen mit dem Neurobiologen Jonathan Saunders und dem Datenwissenschaftler Alexander Comerford behauptet er, Mäuse könnten Menschen verraten, ob eine Stimme echt oder von einem System wie Googles Tacotron 2 erzeugt sei. „Mäuse haben ein ähnliches Gehörsystem wie Menschen. Sie müssen aber keinen Sinn in den Tönen erkennen, die man ihnen vorspielt. Sie erkennen deshalb Artefakte, die auf synthetisierte Stimmen hindeuten, besser als wir Menschen.“ Es sei möglich, Mäusen in 18 Wochen eine achtzigprozentige Trefferquote bei der Erkennung von gefälschten Aufnahmen beizubringen.

https://www.spiegel.de/netzwelt/web/deepfakes-werden-erkennungsmethoden-die-naechsten-uploadfilter-a-1286373.html

NULL != Nichts. Scherzkeks stellt sich selbst ein Bein

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Ein Prank (Scherz) des amerikanischen Hackers „Droogie“, die automatische Kfz-Kennzeichenerkennung zu foppen, ist gewaltig schiefgegangen. Zwar speicherte das System der Behörde DMV sein selbst gewähltes Kennzeichen brav wörtlich als die Zeichenkette „NULL“ ab, die er beantragt und erhalten hatte. Wie er auf der Konferenz Black Hat berichtete, ordnete das System aber in dem Moment, als er tatsächlich einmal „geblitzt“ wurde, ihm automatisch alle Geschwindigkeitsüberschreitungsvergehen zu, die kein korrekt erkanntes Kennzeichen enthielten (Wert (NULL) in der Datenbank). Wie es mit den über 12.000 USD an ihm zugewiesenen Strafen weitergeht, ist noch in Diskussion – ebenso wie die Frage, ob Droogie nun sein Kennzeichen ändern muss.

https://mashable.com/article/dmv-vanity-license-plate-def-con-backfire/?europe=true