Aufstieg und Niedergang des Mirai-Botnetzes

Falls das Jahr es bei Ihnen noch ruhig angehen lässt, hätte ich noch einen längeren Lesetipp. Schon im November veröffentlichte Andy Greenberg einen sehr ausführlichen Artikel über die Anfänge und das Ende des Mirai-Botnetzes. Sie erinnern sich vermutlich an das damals größte Botnetz, das zwar hauptsächlich aus leistungsschwachen Webcams bestand, aber durch die schiere Masse an Geräten ganze Internetprovider per DDoS überlasten konnte.

Der Artikel geht auf die technischen Aspekte nur so weit wie notwendig ein und konzentriert sich eher auf die Entstehungsgeschichte und die spätere Entdeckung und Läuterung der Verursacher. Mit vielen Emotionen und einer Art Happy End ist es auch eine (verspätete) kleine Weihnachtsgeschichte.

Ein weiterer spannender Aspekt der Geschichte: Die Macher des Botnetzes wollten zwischenzeitlich einen legitimen DDoS-Verteidigungsdienst aufbauen – und als dieser nicht so erfolgreich war, selbst per DDoS die Kunden zu sich treiben. Dieser Versuch war ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt, so dass sie schlussendlich doch wieder zum reinen Verkaufen von offensiven Angriffen zurückkehrten.

https://www.wired.com/story/mirai-untold-story-three-young-hackers-web-killing-monster/

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