Deep Mouse gegen Deep Fake: Mäuse erkennen Fälschungen

Bereits seit Juni geistert die Geschichte des Chefs eines nicht näher genannten britischen Energieanbieters durch die Medien: Dieser soll nach einem angeblichen Anruf des CEOs des deutschen Mutterkonzerns 220.000 Euro auf ein fremdes Konto überwiesen haben. Das ganze klingt als typischer CEO-Fraud zwar plausibel, die angeblich hier erstmals „professionell-kriminell“ eingesetzte künstlich erzeugte Deep Fake-Stimme des Oberchefs ist heute allerdings doch noch nicht im Arsenal der Angreifer angekommen. Trotzdem nimmt die Bedrohung durch Deep Fakes langsam zu. Eine verrückte Idee hierzu hat der Forscher George Williams im August auf der IT-Sicherheitskonferenz Black Hat in Las Vegas vorgestellt. Zusammen mit dem Neurobiologen Jonathan Saunders und dem Datenwissenschaftler Alexander Comerford behauptet er, Mäuse könnten Menschen verraten, ob eine Stimme echt oder von einem System wie Googles Tacotron 2 erzeugt sei. “Mäuse haben ein ähnliches Gehörsystem wie Menschen. Sie müssen aber keinen Sinn in den Tönen erkennen, die man ihnen vorspielt. Sie erkennen deshalb Artefakte, die auf synthetisierte Stimmen hindeuten, besser als wir Menschen.” Es sei möglich, Mäusen in 18 Wochen eine achtzigprozentige Trefferquote bei der Erkennung von gefälschten Aufnahmen beizubringen.

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