Wild Thing, You Make My Heart Sing: 0days „in the wild“

Googles Project Zero (GP0) verfolgt seit der Gründung vor fünf Jahren intensiv die Entwicklungen und Entdeckungsprozesse im Bereich Schwachstellen. Das erklärte Ziel der Gruppe ist die Bekämpfung von „Zero Days“: Schwachstellen, die bekannt werden, ohne dass für sie bereits ein Patch besteht. Daher sind diejenigen Fälle von besonderem Interesse, bei denen Angreifer es geschafft haben, 0days „in the wild“, in freier Wildbahn tatsächlich auszunutzen. Diese Liste – quasi des eigenen „Scheiterns“ bzw. der eigenen Unvollkommenheit – hat GP0 nun veröffentlicht, mit allen „in the wild“ ausgenutzten 0days seit 2014. Soweit bekannt natürlich; die Dunkelziffer wäre hier zweifellos noch interessanter. Auffällig ist, dass die Anzahl der jährlichen Einträge seit 2015 kontinuierlich zurückgeht – bis auf 2019, wo wir mit 10 Einträgen schon jetzt fast auf dem Jahresniveau von 2018 sind. Die Kategorisierung der Schwachstellen wiederum deutet auf ein Versagen der IT-Branche insgesamt hin: Memory Corruption, die zusammen mit Use-after-Free den Löwenanteil der Exploits ermöglicht, sollte heutzutage nicht mehr vorkommen … eigentlich.

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